Erfolgsmodelle
 
Terry Fox – Kanadas Inbegriff selbstloser Entschlossenheit und Hoffnung   


„Wie viele Menschen tun etwas, an das sie wirklich glauben? Ich wünsche mir nur, dass den Menschen klar würde, dass alles möglich ist, wenn man es versucht; dann werden Träume wahr.” ~ Terry Fox Guten Tag, geschätzte Zuschauer, und willkommen zu unserer Sendung über Erfolgsmodelle. Heute zeigen wir Terry Fox, der ein Menschenfreund, Athlet und Krebsforschungsaktivist war.

Am 12. April 1980 schloss er sich einem monumentalen Lauf durch Kanada an, dem Marathon der Hoffnung, um Aufmerksamkeit und Geld für die Krebsforschung auf- zutun. Jeden einzelnen Tag seiner Reise legte er 42 Kilometer zurück, das entspricht einem ganzen Marathon. Das wäre schon an sich eine echte Odyssee gewesen, aber was seine Aufgabe noch bemerkenswerter machte, war, dass er sie auf nur einem Bein laufend unternahm. Erst drei Jahre davor hatte Krebs in Terrys Knie zur Amputation seines rechten Beines geführt.

Supreme Master Televison hatte das Privileg, mit Fred Fox zu sprechen, dem älteren Bruder von Terry Fox und Manager der Unterstützer der Terry Fox-Stiftung in British Columbia. Er gedachte der Entschlossenheit seines jüngeren Bruders, der so viele inspirierte, und das immer noch tut. Terry glaubte, dass „Wenn ich etwas anfange, muss ich es zu Ende bringen.” Durch seine eigenen Werte und Ehrlichkeit und Integrität haben die Leute Terry also lieben gelernt. Und über die Jahre sind so viele Leute zu mir gekommen und haben gesagt: „Weißt du, Fred, als ich Terry durch unsere kleine Gemeinde laufen sah, war ich restlos fertig. Ich hatte zwar meine eigenen Nöte, aber Terry ermutigte mich, darüber hinwegzukommen, und ich bin heute hier und habe durch Terry heute eine Familie.”

Als Terrence Stanley Fox in Winnipeg, Manitoba, Kanada, am 28. Juli 1958 geboren, wuchs Terry Fox in einer achtsamen Familie in Port Coquitlam, British Columbia, auf. Rolly und Betty Fox engagierten sich für ihre Kinder, zu denen außer Fred und Terry noch Terrys jüngerer Bruder Darell und seine Schwester Judith gehörten. Judith gehörten. Schon früh entwickelte Terry eine Liebe zu Sport, spielte Fußball, Rugby, Baseball und - am allerliebsten – Basketball. Allerdings war Terry kleiner als andere Jungs und nicht mit dem natürlichen Talent seiner Mannschaftskameraden gesegnet. Was er jedoch hatte, war äußerste Entschlossenheit und der Wille, hart zu arbeiten. In der 10. Klassenstufe war er ein Spielanfänger und in der Abschlussklasse wurden er und sein bester Freund, Doug Alward, von seiner Hochschule mit der Auszeichnung „Athlet des Jahres” geehrt. Terrys Leben veränderte sich abrupt, als er 1977, im Alter von 18 Jahren, die Diagnose Osteosarkom erstellt bekam, eine aggressive Knochenkrebserkrankung, und sein rechtes Bein über dem Knie amputiert werden musste. Aber hauptsächlich dank seiner unterstützenden Familie und der Freunde, dämpfte das Terrys Durchhaltevermögen nicht.

Terry war durch die Tatsache, dass er amputiert war und ein künstliches Bein hatte, nicht gehemmt. Er wollte die Leute wissen lassen, dass es nichts machte, dass er eine Behinderung hatte - ein Wort, das er bereitwillig benutzte -, sondern dass man auch mit einer Behinderung alles bewerkstelligen kann, was man möchte. Und er hat hoffentlich auch andere mit deren diversen Behinderungen inspiriert. Es muss keine körperliche sein, es kann auch eine anders geartete Behinderung sein, die man mit harter Arbeit, Entschlossenheit und einer positiven Einstellung überwinden kann. Drei Wochen nach der Operation war Terry Fox schon auf und spielte mit dem künstlichen Bein Golf. Bald danach schloss er sich einem Rollstuhl-Basketball-Team an. Er gewann dann drei Landestitel und wurde von der Nordamerikanischen Rollstuhl- Basketball-Vereinigung in 1980 auch zum besten Sportler ernannt. Durch diese persönlichen Errungenschaften vergaß Terry nie die anderen Krebspatienten, die er während seiner 16 Monate Chemotherapie gesehen hatte.

Zu wissen, dass jetzt Leute in einem Bett liegen, die es womöglich nicht schaffen, Kinder meines Alters und jünger… da kann man nicht einfach so gehen und es vergessen - und ich konnte das ohnehin nicht. Ich musste versuchen, etwas dagegen zu tun. Terry Fox wollte eine Möglichkeit finden, die finanzielle Unterstützung für Krebsforschung anzuheben. Er war durch einen Artikel inspiriert, den er direkt vor seiner Operation erhalten hatte. Es ging um Dick Traum, einen Marathonläufer, dem auch das Bein oberhalb des Knies amputiert worden war.

Ich lief den ersten Marathon im Oktober 1976, und dann war im Januar 1977 in „Runner’s World” ein Bild von mir. Es war ein kleiner Artikel. Und Terry verlor im Frühling ‘77 gerade sein Bein. Und sein Basketballtrainer, Terri Fleming, zeigte ihm einen Artikel: „Hier ist ein Typ in New York, der einen Marathon gelaufen ist.” Und Terry sah ihn sich an. Und ihm zufolge hatte er in dieser Nacht den Traum, dass er durch ganz Kanada laufen würde.  Am 12. April 1980, nach mehr als 5000 Kilometer Training, tauchte Terry Fox seine Fußprothese nahe St. John’s Newfoundland in den Atlantik und begann, was er den “Marathon der Hoffnung” nannte.

Von diesem östlichsten Punkt von Kanada bis zum westlichsten Punkt lief er jeden Tag einen vollen Marathon mit dem Ziel, 1 Million kanadische Dollar für die Krebsforschung aufzutun. In einem Begleitwagen folgten ihm zu jeder Etappe des Weges sein Freund Doug Alward und sein Bruder Darrell. Ganz gleich, ob es schneite, in Strömen regnete oder 32 Grad Celsius hatte, er musste den Marathon jeden Tag machen. Zuerst erhielten Terrys Bemühungen nur minimale Anerkennung. Aber als er nicht nachgab, fingen seine fast unmensch- lichen Anstrengungen an, zunehmend mehr Aufmerksamkeit zu erregen, bis ihm dann überall, wo er vorbeikam, Menschenmengen zujubelten. Ich denke, es gab viele Kommentare zum „Marathon der Hoffnung”, als Terry näher an British Columbia herankam, und durch Ontario brachte er unser Land wirklich zusammen. Terry Fox war zum allgemein bekannten Begriff geworden. Unterwegs traf er sich mit Würdenträgern, darunter auch mit Kanadas Generalgouverneur Ed Schreyer und dann mit dem kanadischen Premierminister Pierre Trudeau. Er war auch Ehrengast bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen. Er wurde eingeladen, bei einem kanadischen Football-Liga-Spiel den zeremoniellen Anstoß zu machen, wobei er von 160.000 Fans stehenden Beifall erhielt. Er kam aus seinem Dunstkreis heraus. Es war sehr früh am Morgen.

Ich dachte: „Meine Güte, er ist noch ein Junge!” Ich hatte ja Bilder von ihnen gesehen, aber sie sind, alle drei, noch Jungen auf dieser Odyssee. Als ich mit Terry erstmals in Ottawa liefe, hinter ihm lief, wurde mir so richtig klar, welche Mühe es machte, seinen Körper hochzubringen und dieses Bein zu schwingen. Und so lief er nicht nur viele Meilen weit, sondern jeder Schritt machte ihm große Anstrengung.

Ich sagte: „Tut es weh? Wirst du durch das Laufen wund?“ Und er sagte: „Ja, es wird wund und manchmal reibe ich daran, ich schone es so gut ich kann.” Er sagte: „Aber ich muss weitermachen. Es gibt viele sehr kranke Menschen, und ich muss diesen Lauf fortsetzen. Viele Menschen sind krank.” Und er legte mir die Hand auf den Kopf, zerzauste mir das Haar ein wenig und sagte: „Und viele davon sind Burschen wie du.” Und das… Ich habe es nie vergessen. Terry Fox drängte voran, ohne einen Tag auszulassen, obwohl er Verletzungen wie Schienbeinkantensyndrom und ein entzündetes Knie hatte. Mit wachsender Unterstützung wuchs auch sein Ziel – er hoffte, 24 Mio. CAN-Dollar für die Krebsforschung aufzubringen, einen CAN-Dollar für damals jeden Kanadier.

Leider Gottes breitete sich der Krebs jedoch auf Terrys Lungen aus. Am 1. September 1980, kurz nach Thunder Bay, Ontario, war er gezwungen, seinen Lauf zu beenden. In einhundertvierunddreißig Tagen und 5373 Kilometern des „Marathons der Hoffnung” hatte Terry Fox 1,7 Mio. CAN-Dollar für seinen edlen Zweck aufgebracht. Der junge Mann sagte couragiert: „Ich werde mein Allerbestes tun. Ich werde kämpfen, ich verspreche, nicht aufzugeben.” Terry wollte nicht als Held bekannt werden. Zu wissen, dass er 30 Jahre später als einer der größten Helden Kanadas erachtet wird, würde ihn verlegen machen. Darum ging es für Terry nicht. Man nannte es nicht den „Terry Fox Marathon der Hoffnung”. Es hieß der „Marathon der Hoffnung”. Terry wollte nur im Leben anderer etwas bewirken. Was er dabei durchmachte, die Schmerzen, die er auf sich nahm, spielten keine Rolle. Es ging nur darum, anderen Leuten zu helfen und im Leben anderer etwas Positives zu bewirken.

Während Terry in British Columbia ins Krankenhaus kam, flossen unentwegt Spenden ein, wobei ein von CTV Television Network landesweit organisierter Spendenmarathon stattfand, der von kanadischer und internationaler Prominenz unterstützt wurde, und bei dem 10,5 Mio. CAN-Dollar in nur fünf Stunden eingingen. Am 1. Februar 1981 wurde Terrys Traum Wirklichkeit, als 24,17 Mio. CAN-Dollar an Spendengeldern für den „Marathon der Hoffnung” eingegangen waren. Unter den vielen Briefen, die er erhielt, war einer von Isadore Sharp, Vorsitzender des Hotels Four Season, der anbot, Terrys Aufgabe durch eine jährliche Benefizveranstaltung fortzusetzen, den Terry Fox Lauf. Herr Fox stimmte zu, legte aber fest, dass kein Lauf wettkampforientiert und alles inklusive, ohne Eintrittsgebühr stattfinden sollte, damit so viel Leute wie möglich teilnehmen konnten.

Und so setzt sich das Vermächtnis bis heute fort. Ich denke, es sind etwa eine Million Menschen, auf der ganzen Welt, die sich an den Terry Fox-Läufen beteiligen. Und zwar nicht nur hier in Kanada, sondern in aller Welt. Eine Million Menschen in Ländern wie Kuba, Kroatien, Irland und der Tschechischen Republik, in Indien, Bangladesch und den Vereinigten Emiraten. Es ist einfach fantastisch zu wissen, dass so viele Menschen in dieser Welt Begeisterung für Terry auf- bringen und ihn als jemanden sehen, der ihnen ein Mensch der Hoffnung sein kann.

Knapp einen Monat vor seinem 23. Geburtstag verstarb Terry Fox am 28. Juni 1981. Als Nationalheld in den Herzen aller Kanadier erhielt er zahlreiche Anerkennungen. Er wurde zur jüngsten Person, die je ein Mitglied des Order of Canada wurde, die höchste zivile Auszeichnung des Landes, und man gedachte seiner mit der höchsten Ehre der Amerikanischen Krebsgesellschaft, wie auch mit dem Lou Marsh Award 1980 als des Spitzensportlers des Landes.

Außerdem wurde er sowohl 1980 als auch 1981 zum Kanadier des Jahres gewählt. Viele Gebäude, Straßen und Parks in ganz Kanada sind nach ihm benannt. Das „Terry Fox Humanitarian Award Program” wurde 1982 durch einen Zuschuss der Landesregierung gegründet, um finanziell bedürftige jungen Menschen bei der Universitätsausbildung zu unterstützen. Kürzlich hat auch das Internationale Filmfestival in Toronto eine neue Dokumentation über Herrn Fox prämiert.

Heute leben seine Bemühungen durch die Terry Fox-Stiftung weiter. Terrys Traum, als er 1980 lief, war etwas Einfaches zu tun, nämlich im Leben anderer Menschen Positives zu bewirken. Und 30 Jahre danach ist es das, was wir tun. Wir halten Terrys Mission am Leben, seinen Traum am Leben, und treiben Geld für die Krebsforschung auf, damit viele Menschen ihren Krebs überleben. Und die Einnahmen haben derzeit die 500-Mio-Dollar-Marke überschritten, nicht wahr? Ja, es ist einfach fantastisch zu wissen, dass 30 Jahre später mehr als 500 Mio. CAN-Dollar für die Krebsforschung aufgebracht wurden. Und das ist Terrys wahres Vermächtnis, dieses Geld ist nicht vergeudet worden.

Es ist solch ein Lohn, wenn Leute kommen und sagen: „Fred, ich bin heute durch das am Leben, was Terry 1980 getan hat.” Oder „Meine Mutter lebt!” oder „Mein Sohn oder meine Tochter leben aufgrund dessen, was Terry 1980 getan hat.” Gab es durch Terrys Leistungen und durch Zuschüsse aus der Terry Fox-Stiftung in der Krebsforschung wesentliche Fortschritte? wesentliche Fortschritte? Und auch dies ist wieder das wahre Vermächtnis in den 30 Jahren. In 1977, als er die Diagnose erhielt, wurde Terry gesagt, er könnte eine Chance von 20 bis 25 Prozent haben, seinen Krebs zu überleben. Er musste sich sein rechtes Bein über dem Knie amputieren lassen. Heute ist die Diagnose so viel besser. Es gibt 80 bis 85 Prozent Überlebenschancen und in vielen Fällen muss man das Bein nicht amputieren lassen. Die erduldende Wesensart von Terry Fox dient Millionen Menschen in aller Welt weiterhin als ein Strahl von Optimismus, Trost und Inspiration.

In Anerkennung seiner Tapferkeit und Selbstlosigkeit ehrt die Höchste Meisterin Ching Hai Terry Fox posthum mit dem Shining World Hero Award und spendet auch 10.000 CAN-Dollar, um sein edles Ziel zu unterstützen. Ich habe nur das getan, was ich dachte, dass ich tun soll. Es ist für mich schwer zu verstehen, wie ich ein Held sein kann. Wir danken Herrn Fred Fox, dass er uns die anrührende Geschichte seines Bruders, Terry Fox, erzählt hat. Gesegnet seien Ihre Bemühungen und auch die aller, die mit der Terry Fox- Stiftung zu tun haben, um eine gesündere Zukunft für alle aufzubauen. Wie Terry Fox sagte: „Träume werden möglich, wenn man es versucht.”

Wunderbare Zuschauer, danke, dass Sie heute bei uns waren zu Erfolgmodelle. Es folgt Vegetarismus: die edle Lebensweise, gleich nach Bemerkenswerte Nachrichten hier bei Supreme Master Television.

Lob sei dem göttlichen Licht und der allen Menschen innewohnenden Güte! Um mehr herauszufinden über die Terry Fox-Stiftung besuchen Sie bitte: www.terryfox.org


 
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